Was wir wollen

Was Wir Wollen – Josef Fritz 1954

Was wir wollen wollt ihr wissen?
Ob wir das erst sagen müssen?
Ja? – So leiht mir Aug und Ohr!
Herzen wollen wir gewinnen,
Freunde gilt es zu erringen,
frohe Menschen mit Humor.

Selbst das Dasein zu vertrauern,
and’rer Leben zu versauern
sind wir dazu auf der Welt?
Nein! Es sollen alle lachen,
alle aus dem Trott erwachen,
der den Alltag uns vergällt.

Immerzu mit vollen Händen
Glück und Freude zu verschwenden
ist der Besten beste Tat.
Glücklich, wer weiß Glück zu schenken
sei’s auch nur in Scherz und Schwänken
wie allhier der Narrenrat.

Witz muß sich mit Geist verbinden
und aus tiefsten Herzensgründen
golden sprudeln der Humor.
Lust und Schönheit müssen walten,
dass sich blühend kann entfalten
Karneval wie nie zuvor.

Doch auf den, der da in Zoten
reden will was Gott verboten,
leisten gerne wir Verzicht,
wer da seine üblen Witze,
gar noch hält für Geistesblitze
ist doch nur ein armer Wicht.

Nun an’s Werk, die aufzurütteln,
die ihr Haupt noch weise schütteln.
Geht’s mal schief, macht kein Gesicht!
Narretei ist angeboren,
sind wir Narren, sind sie Toren.
Wer’s nicht hat, hat’s eben nicht.